Nachrichten

Toller Zuchterfolg

Noch nie in der sechzigjährigen Geschichte des Vogelvereins ist die Nachzucht von Kranichen gelungen. Dieses Jahr war es soweit. Die Grauhals- Kronenkraniche haben Nachwuchs erhalten (siehe Bild).

Kranichfamilie

Obwohl das Männchen erst zweieinhalb Jahre alt ist und sie nach der Literatur erst mit 4 Jahren geschlechtsreif werden gab es diese erfolgreiche Nachzucht. Die Art hat in Süd- und Ostafrika einen Bestand von weniger als 60'000 Vögeln und nimmt rasch ab. Die Art wurde deshalb 2012 als stark gefährdet eingestuft. Kronenkraniche leben in Gebieten mit einer relativ hohen Niederschlagsmenge, wo sie Grasland, Riedgebiete und Sümpfe bewohnen. Außerhalb der Brutzeit trifft man sie in größeren Verbänden von bis zu 100 Vögeln, während der Fortpflanzungsperiode nur paarweise. Gebrütet wird während der Regenzeit, gut verborgen in Sümpfen mit hohem Gras, Ried oder Schilf. Das Weibchen legt zwei bis fünf Eier die 120 bis 140 Gramm schwer sind und von beiden Elternteilen in 28 bis 31 Tagen ausgebrütet werden. Das Gelege wird von beiden Vögeln vehement gegen Eindringlinge verteidigt. Dieses aggressive Verhalten erschwert natürlich die Arbeit der Futtermeister, die mit größter Vorsicht die Tiere mit speziellem Aufzuchtfutter versorgen. In menschlicher Obhut erreicht der Kronenkranich ein Alter von etwa 28 Jahren. Die Jungvögel sind in der Lage innerhalb eines Tages das Nest zu verlassen. Gemeinsam mit den Eltern sind sie dann auf der Futtersuche. Dabei wird vor allem auch tierische Nahrung wie Insekten und Würmer aufgenommen. Das folgende Bild zeigt die Jungen bei der Nahrungssuche in Begleitung eines Altvogels.

Kranichjunge

Überraschende Ehrung beim Parkfest im Mai

Mit dem Ehrenteller der Gemeinde Karlsdorf-Neuthard für langjährige Aktivität wurde jetzt Werner Crocoll vom Vogelverein Neuthard ausgezeichnet. Bürgermeister Sven Weigt überreichte die Auszeichnung vor Gästen und Helfern des Vereins. Werner Crocoll trat 1983 dem Vogelverein bei und war bis 1985 Protokollführer. Seit März 1985 ist Crocoll 1. Vorsitzender des Vereins. Während seiner Amtszeit wurde die Umlegung des Naherholungsgebietes „Bruchbühl“ realisiert, die eine Erweiterung des Vogelparks um 30 Meter beinhaltete. Es entstanden einige Großraumvolieren, die Stelzvogelwiese, eine Werkhalle und ein Winterhaus. Parallel dazu wurde die Vereinsgaststätte umgebaut und neu gestaltet. Mit der Einweihung der Großraumvoliere für Greifvögel wurde 2003 die Neugestaltung des Vogelparks vollendet. Bürgermeister Weigt lobte in seiner Laudatio die vom Verein dafür ehrenamtlich erbrachten ca. 14.000 Arbeitsstunden. Vorstand Crocoll bedankte sich für die Auszeichnung und dankte der Verwaltung und allen aktiven Mitgliedern für die hilfreiche und unermüdliche Unterstützung ohne die eine solche langjährige Tätigkeit nicht möglich gewesen wäre.

Ehrenteller
v.l. Bgm Sven Weigt, Werner Crocoll, Verwaltungsmitglieder Hans Pohlmann u. Uli Heneka

Neuzugang im Vogelpark

Vor wenigen Tagen wurden uns von Herbert Geitner, dem Vorsitzenden des Verbandes Deutscher Waldvogelpfleger in BW ein Paar Blauracken gestiftet. Die Blauracke ist ein etwa übergroßer Vogel mit türkisfarbenen Gefiederbereichen. Blauracken verlassen im Spätsommer ihre Brutgebiete um in Afrika zu überwintern. Sie ernähren sich von großen Insekten, die von einem Ansitz aus erspäht und erbeutet werden. Der Gesamtbestand der Blauracke wird momentan als nahezu gefährdet bewertet. In Mitteleuropa war die Blauracke bis zur Mitte des 19. Jh. zwar nicht häufig, aber weit verbreitet. Heute ist sie hier bis auf wenige Restvorkommen ausgestorben. Wir wollen versuchen die Tiere zu züchten um an einem Wiederansiedlungsprogramm der Tiere in Deutschland teilzunehmen.

Ferienjob

Rauchschwalben Kinderstube

Im Sprichwort «Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer» hat sich die Beobachtung niedergeschlagen, dass einzelne Rauchschwalben bereits ab Mitte März aus den afrikanischen Winterquartieren zurückkehren. In größerer Zahl kommen sie erst ab Mitte April an, wenn der Sommer vor der Tür steht. Die Rauchschwalbe lebt seit Jahrhunderten in engster Nachbarschaft mit dem Menschen und gilt als Frühlings- und Glücksbringerin. Sie brütet meist in Ställen und Scheunen und ist eine wahre Baumeisterin. Gebrütet haben sie auch im Vogelpark Neuthard. Inzwischen sind einige Jungvögel ausgeflogen und warten geduldig auf die Fütterung durch die Eltern (siehe Jungvogel im Bild).

Für ein Nest werden etwa 750-1400 Erdklümpchen benötigt. Die zu ihrer Beschaffung zurückgelegte Wegstrecke wurde auf rund 220 Kilometer berechnet. Die Vogelfreunde hoffen, dass die „Mückenfänger“ gesund heranwachsen.

Ferienjob im Vogelpark

Die beiden Freunde Silas und Felix haben sich am vergangenen Samstag im Vogelpark nützlich gemacht und die Betreuer der Stelzvogelwiese tatkräftig unterstützt. Beide lieben Tiere und versorgen sie gerne. Sie wissen, dass nicht nur Futter und Wasser zum Wohlbefinden der Tiere beiträgt sondern auch ein sauberer Stall oder ein gereinigtes Wasserbecken. Die beiden Flamingos und das Wassergeflügel im Hintergrund warten schon auf den sauberen Schwimmteich den die Beiden für die Tiere gereinigt haben- Danke Jungs!

Ferienjob

Zur gleichen Zeit waren im Streichelzoo ausschließlich Mädchen im Einsatz um die dortigen Tiere zu versorgen. Sie führten die Tiere aus dem Gehege und ließen sie auf den Grünflächen im Park grasen. Mit den Betreuern Janine, Andrea und Joachim sind jeden Samstag 6 – 8 Kinder bei der Pflege der Tiere im Einsatz– herzlichen Dank dafür! 01.08.2015

Schnee- Eulen wachsen heran

Prächtig entwickelt haben sich die vier jungen Schnee- Eulen. Noch etwas tollpatschig laufen die Jungtiere den Eltern in der Voliere hinterher. Im Gegensatz zu den Altvögel sind die Jungen noch einige Zeit lang dunkel. Die gelben Augen haben sie wie die Eltern allerdings jetzt schon. Auf dem folgenden Bild sin 2 der Jungen mit einem Elterntier zu sehen. Das Bild hat Vogelliebhaber und Freund des Vereins Paul Bankowitsch vor wenigen Tagen aufgenommen. 01.08.2015

Schnee-Eulen Nachwuchs
Sparkasselogo

Liebe zu Tieren an Kinder weitergeben

500 Euro der Sparkasse Kraichgau für Vogelschutz- und Zuchtverein Neuthard

Bruchsal / Neuthard, 10.07.2014


Wie kleine Federknäuel sehen sie aus, die jungen Steppenadler. Nicht anders beim Nachwuchs der Schneeeulen. Nur die vier Storchenkinder sind schon flügge, kreisen bereits mit ihren Eltern hoch droben über dem Vogelpark. Keine Frage, Werner Crocoll, Vorsitzender des Vogelschutz- und Zuchtvereins Neuthard, freut sich über den vielen Zuwachs. Vor allem, weil es im vergangenen Jahr generell weniger Junge gegeben hatte. „Mit den vielen Babys, die wir dieses Jahr im Park haben, reguliert sich das wieder, das hat die Natur im Griff.“

Schließlich ist die Greifvogelzucht neben der Pflege des idyllischen Vogelparks Schwerpunkt der Vereinsarbeit. Gut 60 verschiedene Arten leben im Park - von Enten, Flamingos und Kranichen, die sich auf den Teichen tummeln, über Wellensittiche, Adler und Eulen bis hin zu Aras im Tropenhaus. Und so ist es kein Wunder, dass die Helfer des Vereins regelmäßig Schulungen und Seminare, unter anderem über Zucht und Fütterung, besuchen, um den gefiederten Gesellen optimale Bedingungen zu bieten. „Die Nachzucht spielt eine ganz wichtige Rolle bei uns“, sagt Crocoll. Zersiedelte, teils zerstörte Lebensräume machten vielen Tieren das Überleben in freier Wildbahn immer schwerer. Mit großem Erfolg war der Vogelschutz- und Zuchtverein unter anderem am Nachzuchtprogramm für den Steinkauz beteiligt: „Es ist uns gelungen, junge Steinkäuze zu züchten und später in der Natur auszuwildern“, so der stellvertretende Vorsitzende Walter Weinerth. „Mittlerweile haben sie schon eigenen Nachwuchs.“

Indes, gerade die Greifvogelhaltung sei sehr kostenintensiv, vom Futter bis zur Pumpe für die Teiche und zur Bewässerung des Parks. Da kommt die 500-Euro-Spende der Sparkasse Kraichgau aus dem „PS-Sparen und Gewinnen“ genau richtig, meint Werner Crocoll. „Unsere Spende ist beim Vogelschutz- und Zuchtverein in den besten Händen“, sagt Thomas Budjan Filialleiter der Sparkasse in Neuthard. „Denn der unermüdliche Einsatz für diesen wunderschöne Vogelpark und die wertvolle Arbeit rund um die Greifvogelzucht können gar nicht hoch genug anerkannt werden.“ Natur- und Umweltschutz spiele auch für die in der Region verwurzelte Sparkasse Kraichgau eine wichtige Rolle. „Wir fühlen uns für die Menschen der Region ebenso verantwortlich wie für die Umgebung, in der wir leben“, so Budjan.

Ob durch Nachzucht im Park oder Nisthilfen in freier Natur, die Erhaltung der einheimischen Vogelwelt hat für die Mitglieder des Vereins oberste Priorität. Ein Anliegen, das sie möglichst vielen Kindern und Jugendlichen näher bringen wollen. Deshalb bietet der Vogelschutz- und Zuchtverein Kindergärten und Schulen immer wieder Führungen durch den Park an, und baut, wie mit Schülern der Albert-Schweizer-Realschule Bruchsal, Insektenhotels. „Gerade in unserer ländlichen Gegend sollte jeder einen Bezug zur Natur haben und wissen, wie wichtig die Natur für uns Menschen ist“, sagt Ehrenvorsitzender Albert Baumgärtner. Allerdings müsse sich die Liebe zu den Tieren und die Verantwortung ihnen gegenüber erst entwickeln. „Und damit kann man nicht früh genug anfangen.“

Sparkasse

Freuen sich über die Spende der Sparkasse Kraichgau, die ihnen der Neutharder Filialleiter Thomas Budjan (Zweiter v. links) jetzt überreicht hat: Vereinsvorsitzender Werner Crocoll (links), sein Stellvertreter Walter Weinerth (rechts) und Ehrenvorsitzender Albert Baumgärtner.

Arbeitseinsatz der Rentnergruppe

Immer donnerstags ab 14 Uhr ist unsere Rentnergruppe im Einsatz. Die Arbeitsleistung dieser Gruppe ist bei der Unterhaltung des Parks von großer Bedeutung. Dass die Gruppe auch feiern kann zeigte sich am vergangenen Donnerstag. Nach getaner Arbeit traf man sich in der Gaststätte Vogelpark wo man bei Winzersteak und Bier den Nachmittag ausklingen ließ. Rentnergruppe

Besuch aus Waldbronn

Am 21.08.2012 waren Kinder aus Waldbronn zu Gast im Vogelpark Neuthard. Im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde Waldbronn fand dieser Besuch statt. Mit einem Kleinbus angereist, wurden die 7 – 12-jährigen von Frau Kraft und zwei weiteren Betreuern begleitet. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden begann die Führung durch den Park. Von der Stelzvogelwiese aus führte der Rundgang vorbei an den Steppenadlern hin zur Achteck Voliere wo weitere Vogelarten zu sehen waren. Eine dort untergebrachte Art war den Kindern aus den Harry Potter Filmen wohl bekannt, die Schnee- Eule. Entlang der Tropenhalle konnten einige Aras und Papageien bestaunt werden. Auch die beiden Teiche, bewohnt von Schildkröten und Kois, fanden Interesse bei der Gruppe. Nach einer kurzen Vesperpause durften die Kinder in Begleitung von Futtermeister Joachim Brunner in den Streichelzoo. Hier konnten die Kinder die Tiere streicheln. Direkter Kontakt war auch zu einem zahmen Uhu möglich die unser Betreuer Daniel Wachter den Kindern zeigte. Nach 2 Stunden endete die Parkführung mit dem Dank der Betreuerin Frau Kraft. Beifall gab es auch von den Kindern die einen kurzweiligen Nachmittag im Vogelpark Neuthard erleben durften.

Besuch aus Kraichtal

Am 02.06.2012 war die Jugendgruppe des NABU Kraichtal unter der Leitung des 2. Vorsitzenden Thomas Bratzel zu Gast im Vogelpark Neuthard. Die Gruppe war um 09:30 im Park eingetroffen und wurde vom Vorsitzenden des Vogelvereins begrüßt.
Mit von der Partie war unser Futtermeister und ausgebildeter Falkner Uli Heneka mit Jenny und Daniel. Nach einer kurzen Einleitung begann die Führung durch den Park. Von der Stelzvogelwiese aus führte der Rundgang vorbei an den Steppenadlern hin zur Achteck Voliere wo weitere Vogelarten zu sehen waren. Besonders angetan waren die Kinder von den dort untergebrachten Schnee- Eulen, die den Kindern auch aus den Harry Potter Filmen bekannt sind. Die Kinder konnten die Tiere nicht nur in den Volieren sehen sondern auch direkt Kontakt zu ihnen aufnehmen. Steppenadler, Uhu und Wüstenbussard konnten aus nächster Nähe betrachtet und auf der Hand gehalten werden. Letzteres geschah zwar mit einigem Respekt, aber mutig nahmen alle Kinder den Wüstenbussard auf den Handschuh. Wüstenbussard Wüstenbussard Während des Rundganges kam es zu einem regen Gedankenaustausch bei dem viele Gemeinsamkeiten in der Zielsetzung beider Vereine festgestellt werden konnten. Die NABU Gruppe bemüht sich unter anderem sehr um heimische Vogelarten wie beispielsweise den Steinkauz. Gegen 12:30 endete der Besuch mit einem zünftigen Vesper. Den Teilnehmern hat die Veranstaltung sehr gefallen so dass eine Wiederholung wahrscheinlich ist. Rundgang Gruppenfoto

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